Probleme mit dem Verkehr in Bad Muskau

Immer wieder gibt es Probleme mit dem Verkehr in Bad Muskau. Ob Radfahrer, PKW Fahrer, Lieferanten und ortsansässige Handwerksfirmen: fast jeder kann ein Lied davon singen. Nicht nur Schwerlastverkehr und fehlende Parkplätze ärgern, auch fehlende gegenseitige Rücksichtnahme und vielleicht fehlende Kenntnisse geltender Regeln.
So haben wir als Bürgerverein VDG am 14.06. eine Fahrschule engagiert und zu einem Vortrag zum Thema Verkehrsregeln ins Kaffee König eingeladen. Der Vortrag des Fahrlehrers war sehr umfangreich. Nach ein Paar Statistiken, denen zu entnehmen war, dass die oft gescholtenen “Sonntagsfahrer” eigentlich, sofern es sich um Senioren handelt, viel häufiger in der Woche ausserhalb des Berufsverkehrs fahren, ging es richtig los. Bekannt war, dass Senioren körperliche Einschränkungen oft mit Technik und Erfahrung wettmachen. Richtig heftig ging es zur Sache, als es um Bad Muskau ging. Zum Beispiel steht vor der ehemaligen Schule immer noch das Schild, das auf ein häufiges Auftreten von Kindern hinweist. Eigentlich regelwidrig. Die Senioren im Kursana werden wohl nicht gemeint sein, war zu hören.

Oder die Verkehrsregeln in der Mittelstrasse. Ist die Mittelstrasse nun Einbahnstrasse oder nicht? Der Fahrlehrer teilte mit: in der Mittelstrasse haben die Verkehrsschilder alle ihre Berechtigung. Es ist keine Einbahnstrasse, die Zwingpfeile sind zu beachten, weil der Grundstückseigentümer dass Recht und die Pflicht hat, den Verkehr im eigenen Ermessen sinnvoll zu regeln. Und das tut er. So der Fahrlehrer.

Die meisten konnten von unvernünftigen PKW Fahrern berichten, die den Nettoparkplatz immer wieder rechtswidrig verlassen. Die wenigsten wußten, wer denn innerhalb eines so großen Parkplatzes die Vorfahrt hat: keiner. Es geht nur mit gegenseitiger Rücksichtnahme.
Ob der (Durchgangs)Schwerlastverkehr aus dem Ort verschwindet und der Fußgängerüberweg kommt und seinen Zweck erfüllt, wären Fragen an den Bürgermeister gewesen. Nur der schiebt das Thema immer weiter vor sich her. Leider. Wir bleiben dran.

Dr. Lang, VDG